Karibischer Käsekuchen (Kokos-Limette-Maracuja)

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mein Körper ist mit einem Extra-Dessert-Magen ausgestattet. Egal, wieviel ich schon gegessen habe, für ein (kleines) Dessert ist immer Platz.
Aber nach einem winterlichen Weihnachtsessen mit tendenziell eher schweren und warm-winterlichen Zutaten muss es dann etwas leicht-locker fruchtiges  sein.
Was? Du meinst, ein New York-Cheesecake kann nicht leicht-locker fruchtig sein, weil er ja quasi nur aus fettem Frischkäse besteht? Oh mein junger Padawan, du hast noch viel zu lernen!

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Dieser Idee für einen Käsekuchen liegen im Grunde zwei verschiedene Inpirationen zu Grunde. Nummer 1: Ich war vor einigen Wochen auf dem Markt und blieb an dem Angebot für Passionsfrüchte hängen. Noch recht unreif, war klar, dass sie noch einige Wochen würden liegen bleiben müssen und ich dachte mir: Naja, in ein paar Wochen wird dir schon etwas einfallen, was du damit machen kannst.  Und so ging ich mit fünf Maracujas nach Hause, die ich nun langsam verwerten muss, da ich vor Weihnachten und zwischen den Jahren nur sehr begrenzt Zeit zum Kochen/Backen habe.
Nummer 2: Muss man zu den Geschmacksrichtungen Kokos und Limette noch irgendetwas sagen? Beide strahlen für mich instant-Urlaub/Sonne/Entspannung aus. (Nicht zuletzt, weil sie sich sehr gut in Cocktails machen…) Und gerade in den stressigen Wochen kurz vor Weihnachten schadet ein kleiner Kopf-Urlaub ja nie.

Ich liebe Käsekuchen in allen seinen Auswüchsen. Ich habe mich hier für eine Hybrid-Form entschieden. Zwar ist es von den Zutaten ein klassischer NY-Cheesecake mit Frischkäse-Füllung, da ich ihn aber weniger fest, sondern fluffiger wollte, kommen die Eier nicht komplett in den Teig. Die Eiweiße werden steif geschlagen und erst am Ende untergehoben, so dass der Käsekuchen eine gewisse Fluffigkeit erhält, die man sonst eher von der Quark-Variante kennt.

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Karibischer Käsekuchen
(eine kleine Springform, 20 cm)

Boden:
100 g kleine Kokos-Zwiebäcke (Zwiebacker?)
60 g geschmolzene Butter
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Füllung:
450 g Frischkäse
110 g Zucker
1 EL Vanilleextrakt (oder eine halbe Vanilleschote oder ein Pckg. Vanillezucker)
2 Eier, getrennt
20 g geschmolzene Butter
2 Limetten (Schale von beiden, Saft von einer)
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Topping:
5 Maracujas
50 ml Maracujanektar (Oder O-Saft)
Saft von der übriggebliebenen Limette
1 Teelöffel gemahlene Gelatine (oder Agar-Agar/Speisestärke)
Zucker nach Belieben
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150 Grad Celsius, Ober-Unterhitze
20 cm Springform

1.)Für den Boden nimmst du den Kokos-Zwieback und verarbeitest ihn zu Krümeln. Du kannst ihn dazu in eine Gefriertüte tun und wie wild mit deinem Nudelholz darauf klopfen. Alternativ nimmst du den Stößel von deinem Mörser.
In die Krümel rührst du die geschmolzene Butter (mit einem Kochlöffel oder einem normalem Esslöffel). Den fettigen Krümelspaß drückst du nun gleichmäßig – auch hier kann ein Löffel helfen) auf dem Boden der Springform fest und stellst den Zwiebackboden zur Seite.

2.) Für die Füllung schlägst du zuerst das Eiweiß steif und stellst es zur Seite. Ich mache dies immer zuerst, da die Schläger vom Handrührgerät fettfrei sein müssen, damit das Eiweiß richtig steif wird und ich sie sonst zweimal abwaschen muss und ich dazu einfach zu faul bin.
Ist das Eiweiß steif, kannst du nun in einer anderen Schüssel die anderen Zutaten verrühren.
Zuerst Zucker, Vanille und Frischkäse, dann ein Eigelb nach dem anderen. Pass auf, dass keine unverührten Zutaten am Rand hängen bleiben. Zum Schluss den Limettensaft, die Limettenzesten und die Butter. Hör auf zu rühren, wenn alles vermengt ist. Dann nimmst du einen Teigschaber o.ä. und hebst das Eiweiß darunter.

3.) Fülle die Masse nun in die Springform und backe sie bei 150 Grad für etwa 40 min, bis der Kuchen nur noch leicht wobbelt und/oder goldbraun ist. (Er geht durch das geschlagene Eiweiß noch etwas auf, und fällt später wieder etwas zusammen. Es kann auch sein, dass er oben einigen Risse aufweist, die man später aber kaum noch sieht, weil ja ein Topping darüber ist!)
Bei ReiseSpeisen findest du einen tollen Tipp, wie du Risse vermeiden kannst: Den Kuchen zuerst bei 210 Grad für 10 Minuten „anbacken“ und dann die Temperatur herunterschalten. )

4.) Bevor du das Topping vorbereitest, sollte der Kuchen komplett abgekühlt sein und am besten noch ein paar Stunden im Kühlschrank verbracht haben, damit er sich richtig setzen konnte

5.) Für das Topping schneidest du die Passionsfrüchte auf und löffelst das Fruchtfleisch in ein Sieb und passierst es. Bei mir sind etwa 50 ml Saft herausgekommen. Diesen habe ich mit 50 ml O-Saft aufgefüllt. Dann gibst du Zucker und Limettensaft dazu und erwärmst alles. Jetzt kannst du die gemahlene Gelatine dazugeben. Bei niedriger Hitze so lange in einem Topf erhitzen, bis sich die Gelatine aufgelöst hat.
Ich habe die Masse dann so lange abkühlen lassen, bis sie gerade angefangen hat zu gelieren und habe sie dann auf meinen Kuchen gelöffelt, damit nicht alles die Ränder runterfliesst und nichts mehr auf dem Kuchen ist. Dies hat leider dazu geführt, dass ich keine spiegelglatte Oberfläche habe….aber hübsch/lecker war es trotzdem!
(Und nicht wundern, es kann sein, dass dein Kuchen eher eine krümelige als cremige Konsistenz hat, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut.)

Tropisches Wochenende!
Auf bald, Lena
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